Sammlerin und Pionierin: Gertrud Dübi-Müller im Kunstmuseum Basel

und Frida Kahlo in der Fondation Beyeler

Donnerstag, 04. Februar 2027


Van Gogh, Hodler und ein Cabriolet - Die Sammlerin und Pionierin Gertrud Dübi-Müller

im Kunstmuseum Basel

Rund 100 Jahre nach dem die ersten Versuche Wilhelm Barths, des damaligen Direktors der Kunsthalle Basel, eine Ausstellung zur Sammlung von Gertrud Dübi-Müller zu veranstalten fehlschlugen, ist es endlich soweit. Das Kunstmuseum Basel lässt der herausragenden Sammlerin die Aufmerksamkeit zukommen, die ihr lange Zeit verwehrt blieb. Dübi-Müller kam durch den Kunstunterricht bei Cuno Amiet nicht nur früh mit der Kunstwelt in Kontakt, durch den Verlust ihrer Eltern war sie auch früh finanziell unabhängig und erwarb nur kurz nach Erreichen der Volljährigkeit das Porträt von Charles-Elzèard Trabuc von van Gogh; damit legte sie Grundstein ihrer einzigartigen Sammlung. In den darauffolgenden Jahren folgten Werke von Cezanne, Giacometti, Hodler, Klimt und Matisse.

Die Kontakte Dübi-Müllers gingen allerdings weit über den Erwerb und das Sammeln hinaus; sie war mit vielen Künstlerinnen und Künstlern befreundet. So stand sie unter anderem Modell für Ferdinand Hodler, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verband und der sie in 17 Werken porträtierte. Gertrud Dübi-Müller stand aber nicht nur Modell, sie war selbst Fotografin und dokumentierte neben dem Alltag befreundeter Kunstschaffender auch ihr eigenes Leben. Ihre eindrucksvollen Fotografien lassen uns an den Abenteuern der außergewöhnlichen Frau teilhaben, die als  Autofahrerin die großen Kunstmetropolen Europas besuchte und als  Bergsteigerin das Matterhorn erklommen hatte. 

Im Kunstmuseum Basel begegnen uns 80 Werke aus der Sammlung Dübi-Müllers, zahlreiche Fotografien und bislang unveröffentlichte Dokumente, die uns nicht nur einen Einblick in das ungewöhnliche Leben der Sammlerin ermöglichen, sondern auch ihre herausragende Rolle für die Kunst- und Kulturgeschichte deutlich machen.


Frida Kahlo

in der Fondation Beyeler

Auch die Fondation Beyeler legt ihren Fokus zu Beginn der Jahres 2027 auf eine außergewöhnliche Frau: Frida Kahlo. Die monografische Ausstellung bietet uns nicht nur die Chance, etwa ein Drittel des Gesamtwerks der Künstlerin kennenzulernen, sondern auch Gemälde zu sehen, die sonst selten in Europa ausgestellt werden. Rund 50 Gemälde sowie 15 Zeichnungen charakterisieren die künstlerische Entwicklung der Mexikanerin von den 1920er- bis in die 1950er Jahre, wobei das Augenmerk der  Ausstellung klar auf der Selbstdarstellung der Künstlerin liegt. In Kombination mit vielschichtigen Stillleben und Porträts von Freunden und Familienmitgliedern wird sichtbar, dass Frida Kahlo in ihrem Œuvre Tradition und Innovation, Leben und Werk sowie Realität, Fantasie und Traum durch ihre einzigartige Darstellungsweise verschmelzen lässt. 


Donnerstag, 04.02.2027, 08.00 Uhr

Treffpunkt: Karlsruhe Hauptbahnhof

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Der Preis wird in Kürze ergänzt.